Das 5er Haus wurde im Jahr 1964 als "Haus der Jugend" für die umliegenden kommunalen Wohnbauten im südwestlichen Teil des 5. Bezirks   beim Matzleinsdorferplatz eröffnet.  Margareten ist mit 268 Einwohnern je Hektar der am dichtesten besiedelte Bezirk Wiens und hat eine ausgeglichene Altersstruktur, allerdings mit Überalterung in den kommunalen Wohnanlagen und einem hohen Zuwandereranteil im Zentrum des Bezirks. In den 80iger Jahren wurde daher eine gemeinwesenorientierte Konzeption entwickelt (Interkulturelles Jugend-, Stadtteil- und Veranstaltungszentrum Margareten).

 

Jugendzentrum Margareten ("Fünferhaus"), eine Einrichtung des Vereins Wiener Jugendzentren, versteht sich als ein offener Treffpunkt und Ort der Kommunikation im 5. Wiener Gemeindebezirk.
 
 
 Angebot
Wir sind bemüht, unseren BesucherInnen eine möglichst breite Palette an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung (Arbeitsschwerpunkt offene Kinder und Jugendarbeit) bzw. integrativen Bildungsangeboten (Lernhilfe, Kursbetrieb, Bassena, finanziert durch Rettet das Kind, Licht ins Dunkel und den Wiener Integrationsfonds) zur Verfügung zu stellen.

Parallel zu diesen beiden Schwerpunkten stehen wir unseren BesucherInnen im Bedarfsfall beratend zur Seite bzw. leiten deren Anliegen an die jeweils zuständigen Stellen weiter, mit welchen wir durch unsere intensiven Vernetzungsaktivitäten in ständigem Kontakt stehen.

Unsere Infrastruktur und vorhandene Ressourcen an Raum, Technik, Medien stehen sowohl unseren regelmäßigen BesucherInnen als auch unterschiedlichen Initiativen, Vereinen (Arbeiterbühne Wien etc.) aus unserem Umfeld zur Verfügung.

Ziele

 

° Generationsübergreifend: Erhöhung der Bildungschancen

° Förderung von Selbstorganisation

° Soziales Lernen in Gruppenzusammenhängen

° Vergrößerung des Orientierungshorizontes

° Lebensraumerweiterung und Schaffung von Möglichkeiten  zur Mitgestaltung im Freizeitbereich

° Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung

° Geschlechtsspezifische und emanzipatorische Prozesse in Gang setzen und unterstützen

° Interkulturelle parteiliche Mädchenarbeit unter Berücksichtigung der Mehrsprachlichkeit.

° Förderung mädchenspezifischer, kultureller Ausdrucksformen

- Öffnen und Erweitern von Erfahrungs- und Erlebnisräumen für Mädchen

- Elternarbeit zur Herstellung einer Vertrauensbasis für die Akzeptanz koedukativer Angebote,

- Unterstützung in der Identitätsfindung und Orientierung im Übergang zum Erwachsen werden.

-Forum der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen, Herkunftsbedingten Identifikationsmodellen

männlicher Jugendlicher

- Der bewusst ohne Teilnahme von Mädchen gewählte Rahmen soll die Jugendlichen davon

befreien, ihre geschlechtsspezifischen Rollenbilder erfüllen zu müssen und ihnen erlauben, ihre alterstypischen

Interessen lustvoll auszuleben

Spaß und Lebensfreude erfahren

° Gemeinsame Erfahrungen (Kulturaustausch)

° Handlungsalternativen erweitern und neue Perspektiven eröffnen

° Zivilcourage, Solidarität und politisches Bewusstsein entwickeln

° Eigene kulturelle Ausdrucksfähigkeit leben

° Öffentlichkeit für Chancenfreiheit und gesellschaftliche Gleichstellung

° Voraussetzungen für politische Partizipation und öffentliche Einflussnahme

° Schaffung von Chancengleichheit im Bildungsbereich

° Erhöhung der Bildungschancen (integrative Bildungsarbeit)

 

 

 


 

Das Leitbild des Verein Jugendzentren der Stadt Wien

 

Der Verein Jugendzentren der Stadt Wien (VJZ) besteht seit 1978. Er betreibt im Auftrag der Gemeinde Wien mit mehr als 300 MitarbeiterInnen mehr als 30 Einrichtungen und Projekte.

Der VJZ ist ein gemeinnütziger Verein und übernimmt öffentliche Aufgaben in den Bereichen: Offene Kinder- und Jugendarbeit in Jugendzentren und Jugendtreffs, Mobile Jugendarbeit, Gemeinwesenarbeit und Kurszentren.

Unsere primäre Zielgruppe sind die in Wien lebenden Jugendlichen. Im Rahmen der Gemeinwesenorientierung richten sich unsere Angebote ebenso an Kinder und Erwachsene, insbesondere Frauen.

Die große Anzahl der Einrichtungen, die Vielfalt der Geschäftsfelder und die komplexen Arbeitsmethoden erlauben es den MitarbeiterInnen vernetzt und kooperativ zu planen und zu handeln.

Die MitarbeiterInnen des VJZ haben in langjähriger Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit umfassendes Wissen und Kompetenzen erworben. Die daraus entwickelte gesellschaftspolitische Positionierung des VJZ lautet:

Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche einen anerkannten Platz in der Gesellschaft erhalten, dass sie sich entfalten und als innovative Kraft an der Weiterentwicklung der Gesellschaft mitwirken können.

 

Die Grundwerte

 

Wir stehen für...

eine demokratische Grundhaltung mit sozialen und solidarischen Prinzipien das Eintreten für die Menschenrechte, insbesondere für Kinder- und Jugendrechte die Akzeptanz der Verschiedenartigkeit der Menschen und ihrer Lebensformen sowie die Bereitschaft, sich respektvoll damit auseinanderzusetzen, die Gleichwertigkeit der Geschlechter

Für unsere Tätigkeit heißt das ...

Offenheit gegenüber den Bedürfnissen und Wünschen unserer Zielgruppen Parteilichkeit für ihre Bedürfnisse, Interessen und Rechte Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an gesellschaftlichen Diskussions- und Entscheidungsprozessen Orientierung an den vorhandenen Fähigkeiten und Stärken, dem kreativen Potential unserer Zielgruppen die freiwillige Inanspruchnahme unserer Angebote unabhängig von Weltanschauung, Nationalität, Geschlecht, Kultur und wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Von großer Bedeutung ist ...

die Offenheit für aktuelle Entwicklungen und Innovationen ein professionelles und fachlich begründetes Arbeiten in Teams ein verantwortungsvoller Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen.

 

Unsere Ziele - Förderung der Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung

 

Wir wollen unseren Zielgruppen ermöglichen, dass sie ...

eigene Bedürfnisse, Möglichkeiten, Stärken und Interessen erkennen und nutzen, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln lernen, sich emanzipieren, ihre Experimentalfreudigkeit ausleben können, Vertrauen und Zutrauen entwickeln, Spaß und Lebensfreude erfahren.

Wir wollen unseren Zielgruppen ermöglichen, dass sie ...

Vorurteile abbauen, ihre eigene kulturelle Ausdrucksfähigkeit leben, kulturelle und soziale Vielfalt als Bereicherung erkennen, die Fähigkeit zu Kooperation und Selbstorganisation ausbauen, Zivilcourage, Solidarität und politisches Bewusstsein entwickeln, sich Konfliktfähigkeit und konstruktive Konfliktlösungsstrategien aneignen.

Wir wollen, dass ...

Jugendliche ihre Freiräume selbst wählen und beleben können, genügend Platz für Rollenvielfalt und Individualität vorhanden ist, die Verschiedenartigkeit kultureller Ausdrucksformen gefördert wird, die Bedürfnisse unserer Zielgruppen aufgegriffen werden und damit eine konstruktive Auseinandersetzung stattfindet für materielle Teilhabe und Existenzsicherung gesorgt wird, echte Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung und Beruf sowie zu Freizeit- und Kommunikationsangeboten hergestellt wird.


 

Unsere Leistungen
 

 

Den Zielgruppen bieten wir ...

ein kontinuierliches und professionelles Beziehungsangebot, Orientierungshilfe für persönliches Handeln, ein aktivierendes Animationsangebot, das Geselligkeit und Unterhaltung in der Freizeit ermöglicht soziales Lernen und integrative Angebote, Begegnung und gemeinsames Handeln in multikulturellen Zusammenhängen geschlechtssensible Angebote, Jugendkulturarbeit in verschiedensten Bereichen von Musik, Tanz, Mode oder "neuen Medien" bis Sport, das Initiieren und Durchführen von Projekten, Veranstaltungen, Lern- und Bildungsangeboten, die Unterstützung bei eigenen Projekten niederschwellige Information und Beratung (z.B. Berufsorientierung, Sexualität, Gewalt- und Suchtprävention usw.) internationalen Jugendtausch, erlebnispädagogische Aktionen wie Wochenend- und Ferienfahrten, Projektwochen usw. der vertraulichen Umgang mit Daten und Informationen.

Diese Angebote sind verknüpft mit ...

Stadteilarbeit, sozialpolitischem Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit, regionaler und überregionaler Vernetzung, Raumvergabe und Vermietungen, Anbieten von Praktikumsplätzen für Sozialberufe sowie internationalem Fachaustausch und Diskurs im Rahmen von Fortbildungen, Tagungen und Publikationen.

 
Zusammenarbeit und Vernetzung
 

 

Mit der Gemeinde Wien

Als ExpertInnen stellen wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen in Kinder- und Jugendfragen und im Bereich der Gemeinwesenarbeit gerne zur Verfügung. Mit den politischen und administrativen VertreterInnen der Stadt Wien stehen wir in enger Kooperation. Entsprechend dem Prinzip des Leistungsaustausches richten wir unsere Arbeit und Haltung auf partnerschaftliche und zufrieden stellende Aufgabenteilung aus.

Mit anderen Einrichtungen

Wir kooperieren mit allen relevanten Einrichtungen im Bereich der Kinder-, Jugend und Gemeinwesenarbeit. Wir fördern Kommunikation, gemeinsame Vorgehensweisen und nutzen Synergieeffekte. Damit wollen wir einen wichtigen Beitrag für eine Bedürfnisorientierte und effiziente Jugendarbeit in Wien leisten.

Mit der Öffentlichkeit

Es ist unser Bestreben, durch Vernetzungsaktivitäten und Zusammenarbeit Lobbying für unsere Zielgruppen zu betreiben sowie für deren Anliegen und jugendpolitischen Themen Öffentlichkeit zu schaffen. Daher stehen wir regionalen und Wienweiten Öffentlichkeiten sowie den Medien als offene AnsprechpartnerInnen zur Verfügung.

 
Unsere Kultur
 

 

Wir sind eine Non-Profit Organisation mit gewachsenen Strukturen und Arbeitsbereichen, die es uns aber gleichzeitig erlauben, den sich schnell ändernden Bedürfnissen der Zielgruppen und den sich wandelnden gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen flexibel Rechnung zu tragen.

Wir sind uns des Spannungsfeldes zwischen öffentlichem Auftrag, Bedürfnissen der Zielgruppen und eigenen Ansprüchen bewusst. Dabei ist es unser Bestreben eigenständig, souverän und kooperativ im Interesse unserer Zielgruppen zu handeln.

Wir erfahren die Vielfalt der Einrichtungen, der Projekte und Arbeitsansätze ebenso als Bereicherung wie die Arbeit in den oft multikulturellen Teams. Wir legen Wert auf Feedback und ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung. Wir vertrauen auf die fachliche Kompetenz der MitarbeiterInnen. Darauf basiert unsere Zusammenarbeit genauso wie auf einer Diskussionskultur, die auch Kritik und Konflikte ermöglicht. In inhaltlichen Fragen und in der Teamarbeit streben wir partnerschaftliche Lösungen an.

Widersprüche und Ambivalenzen wollen wir beim Namen nennen. Wir sehen es als Herausforderung, sie nach Möglichkeit aufzulösen. Nicht zuletzt deshalb verstehen wir uns als "lernende Organisation".

Alle MitarbeiterInnen sollen innerhalb der gegebenen Arbeitsteilung mitentscheiden können und eigenverantwortlich handeln. Dies dient der Motivation und Kreativität. Dafür sind verlässliche Strukturen, klare Entscheidungsabläufe und verbindliche Vereinbarungen auf allen Ebenen notwendig.

Der VJZ bietet seinen MitarbeiterInnen umfangreiche Fortbildungsmöglichkeiten und regelmäßige Teamsupervision. Im Rahmen einer aktiven Personalpolitik ist die Parität der Geschlechter ein unverzichtbares Prinzip.